Pressemitteilungen Landesverband

Agrarminister können das Leiden der Tiere beenden

Randow, 11. April 2016

 

Milchpreiskrise, Schweinepreiskrise – und Glyphosat, weltweite Seuchen und die Keulung Tausender von Tieren in der Intensivtierhaltung. Abgeschnittene Schwänze, kupierte Schnäbel und abgebrannte Hörner, verseuchte Böden und schlechtes Trinkwasser. Das ist der Ist-Zustand im 21 Jahrhundert.

Rekordernten und Höchstleistungen der Tiere bei uns, anderer Ort verhungert alle 3 Minuten ein Mensch.

Es ist höchste Zeit umzulenken.

Schweine und Hühner vegetieren in Ställen ohne Außenklima, Milchkühe ohne Weidegang. Männliche Küken und Kälber werden zu Wegwerfprodukten, die betäubungslose Ferkelkastration wird auf die lange Bank geschoben. Antibiotika und Glyphosat werden in der Fläche eingesetzt oft ohne dringende Notwendigkeit.

Ernährungssicherheit ist eine Frage der Verteilung. Es könnten alle ernährt werden, wenn die Produktion der Grundlebensmittel und Futtermittel jeweils regional vor Ort stattfindet und der Fleischkonsum reduziert wird.

 

Seit Jahren schon stehen klare Forderungen im Raum. Aber Bauernverband, Handel und das Bundeslandwirtschaftsministerium zeigen oft Aktionismus, am kränkelnden System will niemand was konkret ändern. Der Bauernverband wiederholt immer die gleichen Argumente um das Bestehende zu verteidigen und setzt auf immer mehr Produktion für den Weltmarkt, vom Steuerzahler subventioniert. Der Handel bringt die Tierwohlinitiative auf den Weg, und täuscht damit klar den Verbraucher. Das Bundeslandwirtschaftsministerium setzt auf freiwillige Vereinbarungen, ohne selbst aktiv zu werden und verbindliche Gesetze zu erlassen.

Ein Ausweg wäre die lokale Vermarktung zu stärken. Die Kennzeichnung nach Haltungsbedingungen der Tiere würde es dem Verbraucher einfacher machen, sein Kaufverhalten zu verändern. Fairer Vertragsanbau mit weiterverarbeitenden Betrieben schafft für Landwirte eine verlässliche Basis. Zweinutzungstiere verhindern die Entstehung von Kälbern und Küken als Wegwerfprodukte und verringert die Überproduktion von Milch und Fleisch.

 

Wir brauchen artgerechte Tierhaltung, bei der die Haltungsbedingungen an die Bedürfnisse der Tiere angepasst werden und nicht umgekehrt,

Wir brauchen eine Kennzeichnung nach Haltungsformen und wir brauchen Zweinutzungstiere.

Wir brauchen Forschung aber keine Tierversuche.

Es braucht eine Wende in der Agrarpolitik, bäuerliche Landwirtschaft mit Qualität - keine Massenproduktion für den anonymen Weltmarkt.

 

Tierschutz steht im Grundgesetz und ist ein klarer Auftrag an die Exekutive, dies umzusetzen.

Die Gelegenheit wäre jetzt am 14.4. bei der Agrarministerkonferenz in Göhren-Lebbin.

Müssen erst alle Hunde aussehen wie Louis aus Malchin, bevor die Behörden handeln?

Randow, 15. Oktober 2015

 

Immer wieder erreichen die Tierschützer Anzeigen über vernachlässigte Tiere. Jetzt waren Mitglieder des LV des DTSB MV in Gnewitz bei Tessin. Es gab eine Anzeige: Ein Hund vegetiere seit Jahren im Zwinger vor sich hin. Er sei mager und habe offene Wunden. Die Polizei war schon vor Ort. Sie tut aber wenig. Sie hat das zuständige Veterinäramt informiert.

 

Was wir vorfanden, erschütterte uns tief. Gefunden wurden gleich 3 vernachlässigte Hunde von 3 verschiedenen Besitzern in 3 Gärten unweit eines Neubaus. Die Zwinger waren ausreichend groß und die Hunde hatten Wasser. Aber wenn man in die Augen dieser Kreaturen blickte, kamen einem die Tränen. Dort war nichts mehr, nur noch Leere. Sie bellten nicht, sie knurrten nicht, sie sprangen nicht am Zwinger hoch, und nicht mal die Spitze der Schwänze formte sich zu einem Wedeln. Sie sahen uns einfach nur an - leer, lebendig tot! Die vergessenen Hunde von Gnewitz!

Die Zwinger waren voller Kot, von vielen, vielen Tagen. Ja, diese Hunde bekommen offensichtlich Futter und Wasser, aber nicht mehr. Uns hat sich das Herz verkrampft beim Anblick dieser „Besten Freunde des Menschen“. Warum müssen Tiere so leben? Warum dürfen sie nicht bei ihren Menschen sein, Vertrauen haben, dazugehören? Das Veterinäramt wird bei seiner nach seiner Kontrolle Auflagen erteilen, der Gesetzeslage entsprechend. Aber wird sich für diese Hunde dadurch etwas ändern? Werden sie dadurch mehr geliebt, oder mehr zur Familie gehören?

 

Wir als Tierschützer sind nicht legitimiert, Tiere ohne Einverständnis des Besitzers mitzunehmen. Also was wird aus dem Labrador, dem Rottweiler und dem Riesenschnauzermischling und den vielen anderen namenlosen Hunden in kahlen Zwingern? Werden sie bald in ihren nur formal dem Gesetz genügenden Zwingern sterben? Oder haben die Besitzer doch noch Mitleid mit ihren Hunden und fangen an, sich um sie zu kümmern? Warum halten sich Menschen Hunde, wenn Sie offensichtlich kein Interesse an Ihnen haben! Das Tierschutzgesetz verbietet es, Tieren Schmerzen und Leiden zuzufügen. Strukturelle Gewalt ist eine Form des Leidens. Wenn Ämter wollen, können Sie handeln. Das Gesetz gibt es her!

 

Wir können nur immer wieder die Ämter informieren und auf Taten drängen. Aber dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf und vielleicht gibt es ja doch noch ein Happy End für die vielen vergessenen Hunde in Gnewitz, Ueckermünde, Eixen und anderen Dörfern und Städten.

Offener Brief an Landwirtschaftsminister Backhaus: Auf das andere Management kommt es an

Randow, 10 September 2015

Sehr geehrter Herr Dr. Backhaus,

 

doch sehr verwundert hat uns ihre heutige Aussage in der Pressemitteilung zur MeLa, dass das Landesbündnis für Nachhaltige Landwirtschaft in MV sich ein Eigentor geschossen hätte mit der Kritik an der Holstein Friesian Kuh, da diese Rasse auch in Bio-Betrieben gehalten wird. Der Unterschied zwischen einer intensiv gehaltenen Kuh ohne Weidegang, enthornt und mit einer durchschnittlichen Milchleistung von fast 10.000 Litern Milch im Jahr und einer Kuh, die in einem Bio-Betrieb gehalten wird, mit Weidegang, mit Hörnern und mit ca 7000 Litern Milchleistung im Jahr dürfte allgemein bekannt sein. Diese Kühe haben im Schnitt 8 Kälber, bevor sie zur Schlachtung müssen. Sie werden mit Futter vom eigenen Hof ernährt ohne importiertes Eiweiß-Kraftfutter.

 

Natürlich werden auch auf Bio-Höfen Holstein Friesian Kühe gehalten, aber wie Sie selbst auch immer betonen, auf das Management kommt es an. Wir empfehlen Extensivierung statt Höchstleistung in kurzer Lebenszeit. Wenn Sie das alles noch einmal nachlesen möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch von Dr. Tanja Busse, die „Die Wegwerfkuh“. In dem Buch beschreibt die Autorin, die übrigens auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden ist, all die Probleme, die Kühe heute in industriemäßigen Anlagen haben.

 

Sehr geehrter Herr Dr, Backhaus, in Ihrem Tierschutzplan werden einige Probleme schon benannt und Änderungen sind geplant. Nichts anderes wollen wir, nämlich Probleme aufzeigen um Veränderungen zu erreichen.

 

Bitte lassen sie uns das gemeinsam angehen!

Die Tiere zahlen den Preis / Diese Rechnung ging nicht auf

Randow, 6. November 2014

Die Massentötung nach Ausbruch der Vogelgrippe von über 30.000 Tieren hätte vermieden werden können, wenn auf industrielle Intensivtierhaltung verzichtet wird. Denn ohne ein geschwächtes Immunsystem, unter dem die Tiere in den großen, geschlossenen Ställen leiden, kann sich der Virus nicht zu einem riesigen Problem auswachsen. Die Puten in Heinrichswalde wurden unter tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten und gemästet. Quantität statt Qualität ist in solchen Betrieben das Motto. Die Tiere, die einen viel zu großen Anteil von Brustfleisch haben und deshalb vom Deutschen
Tierschutzbund als Qualzucht bezeichnet werden, sind für jede Krankheit sehr anfällig. Die Puten können zu Ende der Mast kaum noch stehen, weil sie mit Hochleistungsfutter gemästet werden, ohne ausreichend Bewegung und ohne ausreichend Platz ihre elementarsten Grundbedürfnisse ausleben zu können. Dies hat zur Folge, dass das Immunsystem der Tiere stark geschwächt ist. Die Putenverbringen ihre letzten Tage oft nur noch sitzend im Stall und sterben sehr oft schon vor der Schlachtung an Herz-Kreislaufproblemen.
Dass das Virus in MV einen sehr guten Nährboden findet, ist laut Kerstin Lenz, Vorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes Landesverbandes Mecklenburg/Vorpommern, deshalb kein Wunder. Tiere mit einem geschwächten Immunsystem sind sehr anfällig für jede Art von Krankheiten. Die Puten waren in einem geschlossenen System untergebracht, ohne Freigang. Die Tötung durch Gas bedeutete für die Tiere teilweise einen langsamen und qualvollen Erstickungstod, da in den riesigen Stallungen die Gaskonzentration wahrscheinlich nicht gleichmäßig hoch war. Ohne die Ursache der Krankheit zu kennen auch die Tiere im Umkreis von 3 km zu töten, hält Kerstin Lenz für sehr fragwürdig. Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband MV fordert ein Umdenken. In der Politik müssen die Rahmenrichtlinien verändert werden, der Tierschutz darf nicht dem schnellen Gewinn geopfert werden.
Tiere dürfen nicht nur einen Preis haben, sondern sie müssen wieder als individuelle Lebewesen betrachtet werden.
Deshalb fordern wir Bauernhöfe statt Agrarfabriken, damit nicht über 30 000 Tiere an einem Tag getötet werden müssen.

Niemand will und kann die Tierhaltung abwürgen - zur Diskussion um das Verbandsklagerecht

Randow, 16. September 2014

 

„Wir wollen mehr Tierhaltung im Land und nicht die Landwirtschaft abwürgen. Sie ist einer unserer wichtigsten wirtschaftlichen Zweige“, so Vincent Kokert heute zum Verbandsklagerecht im Nordkurier.

Lieber Herr Kokert: Gesetzeskonforme Neubauten können durch ein Verbandsklagerecht nicht verhindert werden. Mit einem Verbandsklagerecht können keine Gesetzesänderungen erreicht werden. Durch ein Verbandsklagerecht kann die Einhaltung vom bestehenden Recht eingefordert werden. Wenn der Bauernverband diese Überprüfung nicht will, scheint bei den landwirtschaftlichen Betrieben in der Praxis einiges im Argen zu liegen.

Der Tierschutz ist in Deutschland seit 2002 im Grundgesetz und dadurch aufgewertet worden.
Das hat auch Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erkannt. Die Staatszielbestimmung verpflichtet die Staatsgewalten, dem Tierschutz zu einem möglichst hohen Stellenwert in unserem Rechts- und Wertesystems zu verhelfen. In diesem Sinne ist das Staatsziel Tierschutz weiter zu konkretisieren: von der Politik bei der Gesetzgebung sowie von den Verwaltungsbehörden und Gerichten bei der Auslegung und Anwendung des Rechts. Mit dem Staatsziel sind Tiere weder dem Menschen gleichgestellt noch ist deren Nutzung verboten. Es geht darum, den Umgang mit Tieren in ethisch verträgliche, tierschutzgerechte Bahnen zu lenken.

Bürgerbeteiligung braucht es in einer lebendigen Demokratie. Damit nicht nur lautstark demonstriert wird sollte dem Diskutieren über Tierwohl auch Handeln folgt.

Im Namen der Tiere zu klagen - das Tierwohl sollte es uns wert sein.

Katzen im Überfluss - zum internationalen Katzentag am 08.08.2014

Randow, 07. August 2014


Die Angst sitzt tief, wenn gerade in einem Tierheim das Telefon klingelt. Denn oft kommt die Meldung, dass wieder Katzen aufgefunden wurden, die irgendwer einfach ausgesetzt hat. Das Leid der Katzen, die auch in Mülleimern gefunden werden, bringt die TierheimmitarbeiterInnen zum Verzweifeln. Als ob es nicht schon genug Katzen gäbe, die im Tierheim gestrandet sind, weil sie irgendwer vor eine Tierarztpraxis oder im Wald ausgesetzt hat.


Es ist eine verantwortungslose Tat, die bei Auffinden des Täters mit hohen Strafen geahndet werden kann. In Mecklenburg - Vorpommern sind mittlerweile 1800 Futterstellen mit aufgefundenen, frei lebenden Katzen eingerichtet worden und auch dort entledigt man sich seiner „Familienmitglieder“. Die Tierheime quellen, gerade jetzt, wo die Herbstkatzen geboren werden, mit zu Zeit über 1000 Katzen über. Die Tendenz ist steigend. Ausgesetzt werden immer unkastrierte Katzen, meistens die Jungen

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Die Tierschutzvereine sind froh über die angekündigte Katzenkastrations- und Registrierungspflicht in M-V, denn im vergangenen Jahr wurden durch die Tierschützer, in Zusammenarbeit mit einigen Kommunen, 60.000,00 € nur für die Kastration frei lebender Katzen ausgegeben. Eine Summe, die eigentlich durch die Besitzer der Katzen hätten bezahlt werden müssen. Schließlich sind diese ja die Eigentümer. Mit der neuen Verordnung soll das Katzenleid nun endlich ein Ende haben und die Entscheidung, sich eine Katze anzuschaffen, verantwortungsbewusster getroffen werden.


In Deutschland ist die Katze als Haustier in der Beliebtheitsskala an 1. Stelle. Mit 12,3 Mio. Katzen in 16,5 % aller deutschen Haushalte ist die Katze das Haustier Nummer 1 gefolgt von den Hunden mit 7,4 Mio. in 13,4 % aller Haushalte in Deutschland. Und wer kann ihm schon widerstehen, dem kleinen, putzigen und kuscheligen Wesen: kaum gesehen und sofort geht das Herz auf. Besonders in Single Haushalten sind die „Seelentröster“ besonders beliebt. Auch bei älteren Menschen wird die Katze mehr und mehr zum Kindersatz, bzw. Gesprächspartner.

Doch wohin mit der Katze bei Trennung, Tod oder Umzug? Fragen sie einfach beim Tierschutzverein in Ihrer Nähe.

1. Juni - Der Tag des Hundes

Randow, 30. Mai 2014

 

Der 01. Juni ist der Tag des Hundes. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und seine Mitgliedsvereine würdigen die besondere Rolle des Hundes in unserer Gesellschaft.

Wir, der Deutsche Tierschutzbund MV möchten in diesem Zusammenhang aber auf eine andere Art der Hundehaltung hinweisen. In den Tierheimen vom Deutschen Tierschutzbund MV (DTB-MV) befinden sich zur Zeit ca. 1120 Hunde aller Altersklassen. Insgesamt in MV ist diese Zahl noch um einiges höher.

24 Tierschutzvereine vom DTB-MV mit 21 Tierheimen beziehungsweise Auffangstationen kümmern sich um diese Hunde, die ausgesetzt, weggelaufen, abgegeben, oder vom Veterinäramt eingezogen wurden. Gerade diese eingezogenen Hunde sind oft schwierige Fälle, denn sie wurden unter so schlechten Bedingungen gehalten, dass das Veterinäramt es nicht mehr zulassen konnte, sie bei Ihrem alten Besitzer zu lassen.

Die Hälfte aller Hunde die als Fundhunde ins Tierheim kommen, werden von Ihren Besitzern wieder abgeholt. Sie waren weggelaufen. Aber für ca. 740 Hunde mussten neue Besitzer gefunden werden.

Zum Glück gibt es viele Menschen, die zuerst im Tierheim suchen, wenn ihr alter Begleiter verstorben ist. Trotzdem sitzen einige Hunde viele Jahre im Tierheim, bevor sie eine neue Familie finden. Die durchschnittliche Verweildauer der Hunde in Tierheimen des DTB-MV, haben sich in den letzten 5 Jahren fast verdreifacht. War ein Hund im Jahr 2009 im Durchschnitt 30 Tage im Tierheim bevor er vermittelt werden konnte sind es heute fast 100 Tage. Alte und kranke Hunde sterben sogar im Tierheim.

Darum appelliert Kerstin Lenz, Vorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes MV, an alle Hundehalter: „Informieren sie sich zuerst gründlich, ob die gewünschte Rasse auch wirklich zur Familie passt und entscheiden sie nicht nur nach dem Aussehen. Jedes Tierheim berät da gerne.“

Außerdem sollte unbedingt überlegt werden, wohin mit dem Hund im Urlaub, denn jedes Jahr gerade vor der Urlaubszeit werden vermehrt Fundhunde an Autobahnen gefunden.

Kein Tier unterm Weihnachtsbaum

Randow, 18.12.2013

 

Am Jahresende wollen viele Menschen nochmal was gutes Tun, was sich dann aber oft als nur gut gemeint herausstellt.
So sollten Tiere nicht als Überraschung zu Weihnachten verschenkt werden, da ein Haustier doch oft mehr Zuwendung und Platz braucht als vorher eingeplant war. Die anfängliche Euphorie ist meist sehr schnell verflogen und dann leiden Mensch und Tier und das Tierheim hat später oft einen Pflegefall mehr. Am besten sich vorher fachkundig beraten lassen, zum Beispiel beim Tierheim in ihrer Nähe.


Wir haben täglich anfragen, ob ein Tier abgeben werden kann, aus den unterschiedlichsten Gründe. In den allerwenigsten Fällen stammt das Tier aus einem Tierheim. Irgendwann ist jedes Tierheim voll.

In der Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes wurden im letzten Jahr ca 1000 Hunde und 1500 Katzen aufgenommen und an neue liebevolle Tierhalter weitervermittelt. Jedes Tier hat dabei seine eigenen Erfahrungen gemacht und hat seine eigene Geschichte. Geben Sie einem Tier aus dem Tierschutz eine 2 Chance. Sie werden es Ihnen auf ewig danken!

 

Beim Weihnachtsbraten empfiehlt sich, wie auch das ganze Jahr über, auf artgerechte Haltungsformen zu achten. Da sollten Tiere, die aus Neulandbetrieben kommen, favorisiert werden. In der industriemäßigen Tierproduktion ist die Qual allgegenwärtig. Ein Skandal hat da dieses Jahr den nächsten Skandal gejagt. Eine Verbesserung wäre, wenn endlich mehr der EU-Richtlinien zum Verbot der Verstümmelungen umgesetzt werden würde.

 

Bei dieser Gelegenheit wollen wir uns bei allen bedanken, die uns dieses Jahr unterstützt haben, sei es finanziell, durch Sachspenden, durch ehrenamtliche Tätigkeit oder in dem einem Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause gegeben haben.

Überzählige Jungtiere zu töten ist gängige Praxis in der industriemäßigen Tierproduktion

Randow, 12.12.2013

Aktuell berichten die Medien über die grausame Tötung von Ferkeln, unter anderem in den Ställen von Adrian Straathof. Doch schon immer war es übliche Praxis in der industriellen Tierproduktion, überzählige oder nicht wirtschaftliche Nutztiere, egal ob Ferkel, Kälber oder Küken, brutal zu töten.

 

Millionen Küken werden jährlich zerschreddert, weil sich ihre Aufzucht nicht rechnet, für männliche Kälber von Milchkühen wurden Prämien gezahlt, wenn sie bis zu einem Alter von 14 Tagen getötet wurden um den Markt zu bereinigen und auch Ferkel die kleiner sind als ihre Wurfgeschwister und damit unwirtschaftlich, wurden schon immer auf brutalste Weise umgebracht!

 

Bauern, für die Tiere einen Wert und nicht nur einen Preis haben, kümmern sich auch um überzählige und schwächere Ferkel!

 

Jahrelang macht der Deutsche Tierschutzbund schon auf die Praxis in den Ställen aufmerksam, ohne dass sich viel verändert hat. Zu selten sind die Kontrollen, zu hoch der Marktdruck.

 

Je größer die industrielle Anlage, desto problematischer ist oft das Geschehen. Das betrifft nicht nur Straathofs Betriebe.

Hauptsache billig ist die Devise in der Massentierhaltung.

Die in den Stallungen arbeitenden Menschen sind oft keine Fachkräfte und werden weit unter Tarif bezahlt. Da ist der Feierabend wichtiger, als ein Tierleben!

 

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, fand am 7.10.2013 vor der Sauenzuchtanlage bei Alt Tellin klare Worte: „In meinen Augen ist Straathof ein Verbrecher!“

 

Nach den jetzt wieder öffentlich gewordenen Skandalen muss es Konsequenzen geben und die Politik muss endlich handeln. Wir brauchen Bauernhöfe, keine Agrarfabriken, in denen Tiere keinen Wert sondern nur einen Preis haben.

Mitgliederversammlung 2013 in Bonn

 

"Stimme für die Tiere" - unter diesem Motto stand die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes am 8. Juni in Bonn. Neben den Forderungen an die Kandidaten zur anstehenden Bundestagswahl stand auch die derzeit bedrohliche Lage der Tierheime in ganz Deutschland im Mittelpunkt.

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern stellte mit 17 Teilnehmern eine der stärksten Delegationen der Landesverbände und konnte nach einer anstrengenden Busfahrt am 07. Juni nach Bonn die begeisternde Atmosphäre dieser Mitgliederversammlung schon bei den Themenseminaren des Vorabends aufnehmen.

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes am 08. Juni von 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr zeigte den Zusammenhalt, die Solidarität und die Begeisterung aller Teilnehmer im gemeinsamen Kampf für das Wohl der Tiere, wobei vor allem die emotionale Rede des Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder,  mit viel Applaus belohnt wurde.

 

 

Hier eine kurze Zusammenfassung vom Präsidenten Thomas Schröder:

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
 
viele von Ihnen waren bei unserer Mitgliederversammlung in Bonn dabei,  leider  war es einigen von unseren  Mitgliedsvereinen in diesem Jahr nicht möglich, teilzunehmen. Wir haben gute Diskussionen geführt und ebenso in unserem gemeinsamen Kampf  gute und förderliche Beschlüsse gefasst.
 Wir haben auch versucht, eine erste Bilanz der Hochwasserlage zu ziehen. Einige unserer Mitgliedsvereine und ihre Tierheime sind hart getroffen. Es ist noch zu früh, eine abschließende Bilanz zu ziehen, denn während in einigen Regionen schon erste Aufräumarbeiten beginnen, beginnt in  anderen  erst das Zittern. Das, was die Tierschützerinnen und Tierschützer vor Ort in den letzten Tagen geleistet haben und noch immer leisten, war enorm. Das verdient unseren allergrößten Respekt. Das hat die Mitgliederversammlung auch zum Ausdruck gebracht.
 Die Mitgliederversammlung hat zudem - auf Antrag des Präsidiums und des Länderrates - beschlossen, eine erhebliche Summe aus den Rücklagen zusätzlich in den laufenden Haushalt einzubringen, um den vom Hochwasser betroffenen Tierheimen direkt und unbürokratisch zu helfen. Dazu werden wir uns auch weiter eng mit den jeweiligen Landesverbänden und den Tierschützern vor Ort besprechen. Diese Solidarität ist ein Zeichen der Geschlossenheit, das beispielhaft ist. Es zeigt auch, wenn wir eng zusammenstehen in unserer Gemeinschaft, dann sind wir umso stärker.
 Diese Geschlossenheit kam auch in den einstimmig beschlossenen Resolutionen zum Ausdruck, die wir Ihnen anbei zusenden. In der Mitgliederversammlung wurde von mehreren Delegierten auch darum gebeten, dass wir Ihnen die Beschlüsse direkt zustellen, damit Sie vor Ort diese verbreiten können. 
Dabei geht es um die Veröffentlichung in der Presse, aber auch darum, dass Sie die Resolutionen in den nächsten Wochen den zur Wahl stehenden Bundestagskandidaten aller Parteien und auch Landes- und Kommunalpolitikern  überreichen und um Stellungnahme bitten. 
Wir bitten alle Tierfreunde,  ihren Politikern vor Ort die Punkte der Resolution abzufordern. Damit können Sie sich direkt für mehr Tierschutz - im Bundestag - einsetzen. Nutzen Sie die Chance. 

 

Leiden zukünftig auch Fische durch Steigerung der Produktion in Aquakultur Betrieben?

Randow, 17. Mai 2013

 

Die Europäische Kommission hat gerade beschlossen die Überfischung der Meere zu stoppen, damit sich die Fischbestände wieder erholen können. So weit, so gut.

Dadurch wird eine Fischzucht in Aquakultur-Betrieben lukrativer und das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz hat gerade erklärt: „In dem aus Mitteln des EU-Fischereifonds mit 2,4 Mio. Euro und aus Landesmitteln mit 1,3 Mio. Euro finanzierten Pilotprojekt sollen Technologien zur Produktion von Barschartigen verbessert werden.“

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus betont: "Der Aquakultur auch gerade in unserem Land wird in der Zukunft eine immer größer werdende Bedeutung zukommen"


In Demmin sind die Probleme der industriellen Fischzucht zu sehen: Die Investoren sahen eine Marktlücke und produzierten Kaviar. Die Rechnung ging nicht auf und jetzt vegetieren tausende von Fischen in grünen Plastebecken vor sich hin, ohne Futter und vielleicht auch bald ohne Heizung. Müssen wir jetzt demnächst zehntausende Fische adoptieren oder landen sie als Fischmehl bei den auch in Massentierhaltung lebenden Schweinen und Hühnern?


Anstatt den Fischkonsum auf ein Maß zu senken, welches der Natur nachhaltig entnommen werden kann, setzt das Ministerium auf den Ausbau der Aquakultur-Betriebe mit den ganzen Problemen, die mit der Massentierhaltung einhergehen.

Zukünftig werden also noch mehr Fischzuchtanlagen in irgendwelchen Industriegebieten entstehen.

Auch Fische leiden schon durch den Normalbetrieb solcher Anlagen. Spätestens aber bei der Pleite eines Unternehmens wie Russian Sturgeon in Demmin stellt sich die Frage: Wohin mit tausenden Fischen, Herr Dr. Till Backhaus?