Herzlich Willkommen auf der Homepage vom Landesverband MV  - Deutscher Tierschutzbund

Proteste vor der Agrarministerkonferenz

Am 14. April  demonstrierten ca. 70 Tierschützer und Umweltschützer vor der Agrarministerkonferenz in Göhren Lebbin und bezogen klar Stellung zu den aktuellen Themen.

Diese Forderungen des Tierschutzes im Bereich Landwirtschaft/ Lebensmittel wurde den Ministern übergeben:

 

Politik
    * Strenge gesetzliche Vorgaben an Haltung, Zucht, Transport und Schlachtung für 
            alle Tierarten
    * Verbot von:Käfighaltung, Anbindehaltung, Manipulationen, Kükentötung, 
            Schlachtung trächtiger Kühe
    * Förderung besonders tiergerechter Haltungsbedingungen
    * Beratung und Unterstützung der Landwirte
    * Staatliches Tierschutzlabel (aus Sicht des Tierschutzes reichen die heutigen
            gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht aus)
    * Klare Kennzeichnung von Lebensmitteln nach Haltungsform
    * Tierschutz-TÜV
    * Sachkunde
    * verstärkte Kontrollen durch die Veterinärbehörden, dafür ist mehr Personal nötig
    * Begrenzung der Tierzahlen auf das für die Betreuung und die jeweilige Fläche 
            erforderliche Maß
    * Verbandsklagerecht
 
Landwirte/Vermarkter
    * Wachstum im Bereich tiergerechter Haltungssysteme, Bio, Neuland, Label
    * Bereitschaft zur Investition in tiergerechte Haltungssysteme, die sowohl das 
            Ausleben des natürlichen Verhaltens ermöglichen, als auch eine gute 
            Tiergesundheit sicherstellen
    * mehr Platz
    * artgerechte Funktionsbereiche
    * Strukturierung
    * Beschäftigung
    * Auslauf
    * stabile Sozialkontakte
    * keine Manipulationen
    * Schonender Umgang mit dem Tier im Stall, beim Transport, auf dem Schlachthof
    * Abkehr von extremen Zuchtzielen und  Einsatz robuster Zweinutzungsrassen
    * Antibiotikaeinsatz nur bei medizinischer Notwendigkeit beim Einzeltier
 
Handel
    * Strategiewechsel: weg von „billig“ hin zu Produkten aus artgerechter Tierhaltung
    * Faire Bezahlung der Erzeuger
    * Handel, Großverbraucher, Ketten: Angebot tiergerecht erzeugter Produkte, 
            Verpflichtung zu mehr Tierschutz
 
Verbraucher
    * Auf Qualität achten, kein Kauf von Billigprodukte
    * Verringerung des Konsums tierischer Produkte

Neuer Landesvorstand gewählt

Bei der Mitgliederversammlung am 18.3.2016 wurde der Vorstand des Landesverbandes des Deutschen Tierschutzbundes M/V in Demmin neu gewählt.
von links nach rechts Nicole Porath-Kassenwart, Margret Kuhlmann-1stellv. Vorsitzende, Ulrich Krause-Beisitzer, Kerstin Lenz-Vorsitzende, Angelika Streubel-2.Vorsitzende, Dr.Wolfgang Horn-Beisitzer, Manfred Poniatowski- Schriftführer
Wir bedanken uns bei Ursula Fleßner und Margarete Zwerg für ihre langjährige Mitarbeit im Landesverband. Wir freuen uns auf die nächsten 4 Jahre. Danke für euer Vertrauen.

Einladung zur Mitgliederversammlung des Landesverbandes M-V des Deutschen Tierschutzbundes e.V.

Termin: Sonnabend, 19. März 2016, 10:00 Uhr

Ort: Demmin, Hotel Trebeltal, Klänhammer Weg 3

 

Nach der Begrüßung und Eröffnung durch die Vorsitzende kommt der

 

Festakt 25 Jahre Deutscher Tierschutzbund Landesverband M-V

Festrede der Vorsitzenden des Landesverbandes Kerstin Lenz

Festrede des Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder

                                             Auszeichnungen

                                             Grußworte der Gäste

 

danach der formale Teil der Mitgliederversammlung:

 

    Geschäftsbericht des Vorstandes

    Finanzbericht – Herr Krause

    Bericht der Kassenprüfer

    Aussprache zu den Berichten

    Entlastung des Vorstandes

    Satzungsänderung laut Vorlage

    Wahlen / Bestimmen des Wahlleiters

    Wahl des neuen Vorstandes

 

Für das leibliche Wohl ist gesorgt

Mehr Tierschutz ins Bildungprogramm

Die drei Lehrer aus MV zusammen mit anderen nach Abschluß der Weiterbildung

Tierschutz spielt eine immer größere Rolle in der Gesellschaft. Jetzt braucht es die Aufnahme vom Tierschutz in das offizielle Bildungsprogramm.

 

Mecklenburg-Vorpommern hat seit kurzem 3 Tierschutzlehrer. Mit pädagogisch aufbereitetem tierischem Wissen sehr gut ausgestattet können sie anspruchsvolle Informationen in Schulen, Kindergärten und ähnliche Einrichtungen spielerisch vermitteln.

 

Seit 2002 ist Tierschutz im Grundgesetz. Dies sollte sich in den offiziellen Lehrplänen widerspiegeln.“ so Kerstin Lenz, Vorsitzende von Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Trotz Verknüpfungsmöglichkeiten in den Lehrplänen ist es für viele Schulen schwierig, tierschutzrelevante Themen zu behandeln. Bisher entscheidet nur der persönliche Einsatz des Fachlehrers darüber, ob Tierschutz-Themen im Unterricht behandelt werden. Sowohl ausgebildete Tierschutzlehrer als auch jugendgemäße Methoden fehlen.

 

Über grausamen Welpenhandel, sinnlose Tierversuche, landwirtschaftliche Nutztiere, Zirkus- und Zootiere bis hin zu Verbraucherinformationen gibt es viel zu erfahren. Kinder und Jugendliche möchten wissen, was sich das geliebte Tier wünscht, warum Stadtenten besser Getreide als Brot vertragen, wie Erste Hilfe am Tier praktiziert wird, wie viel man selbst tun kann, um die Tierhaltung in der Landwirtschaft zu verbessern, weshalb der Wolf zurückkehrt und noch viele Themen mehr. Die pädagogische Form des offenen Lernens bietet viele Möglichkeiten, die anspruchsvollen Themen gut verständlich anzubieten. Das umfangreiche Wissen wird objektiv und ohne Druck vermittelt.

 

Marion Balscheit, eine Humanmedizinerin, hat sich als Ärztin besonders mit dem Thema sinnloser Tierversuche auseinandergesetzt, Christine Liebau, Freie Video-Journalistin, wandert und campt gerne mit Kindern und Hunden wobei es viel Spannendes gibt und Peter Bürger, der Holzhaus-Fachmann, weiß durch langjährige Erfahrung im Tier- und Artenschutz viel zu berichten. Die Dozenten können auf direkte Anfragen oder über den Deutschen Tierschutzbund für einzelne Unterrichtsstunden, AGs, Exkursionen und Feriencamps geordert werden.

 

Mehr Infos unter: http://www.jugendtierschutz.de/tierschutzlehrer

Wir haben es satt - Demo 2016 in Berlin

23.000 Menschen haben am 16. Januar im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin gemeinsam mit uns gegen Agrarindustrie und Intensivtierhaltung demonstriert. Eindrücke von der Demo gibt es in unserem Video:

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Die Demo ‚Wir haben es satt‘ zeigt: Es gibt eine eklatante Lücke zwischen dem vollzogenen Wertewandel in der Mitte der Gesellschaft und dem Vollzug des Tierschutzgesetzes. Dafür sind der Bundesminister und die Bundesregierung verantwortlich. Wir dürfen nicht mehr zulassen, dass diese Bundesregierung im Tierschutz immer rückwärts denkt und damit glaubt, vorwärts zu kommen. Jeder Schritt von Bundesagrarminister Schmidt, gerade der freiwillige, ist anzuerkennen und zu loben, wenn damit ein Mehrwert für Tier und Umwelt verbunden ist. Aber das darf einen Gesetzgeber nicht dazu verlocken, seine Pflichten nicht wahrzunehmen.“

Welttierschutztag am 4. Oktober 2015

Demmin. Ein 27 Tage alter Welpe wurde in der Tierklinik operiert. Nach der Operation übernimmt der TSV Demmin den Welpen. Er ist jetzt im Tierheim!

Das erleben wir immer wieder, sagt Kerstin Lenz Vorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Mecklenburg Vorpommern. Hunde werden billig bei Händlern oder im Internet gekauft. In diesem Fall war die Hündin tragend. Die Hündin und der Welpe sind krank. Der Welpe wird mit einer Notoperatin gerettet. Die Halterin kann sich die OP nicht leisten, so kommt der Welpe mit nur 4 Wochen ins Tierheim. Vor kurzem wurden mehrere Welpen und Junghunde einer Händlerin vom Veterinäramt beschlagnahmt und nach Sadelkow ins Tierheim gebracht. Viele der Hunde sind krank!

Dies sind leider keine Einzelfälle, denn der Handel mit Hunden, vor allem Welpen boomt, und nur selten werden die Händler ertappt. Immer wieder müssen Tierheime Hunde aufnehmen, die unüberlegt und billig angeschafft wurden oder die vom Veterinäramt beschlagnahmt wurden. Allzu groß ist die Versuchung der Welpen-Mafia, schnelles Geld zu machen. Tschechien, Polen, Rumänien, aber auch Belgien und die Niederlande gehören zu den Ländern mit kommerziellen Hundezuchten. Aber auch bei uns gibt es immer mehr Menschen, die mit Hund Vermehrung versuchen das schnelle Geld zu verdienen.

 

Unser dringender Appell: Fallen Sie nicht auf dubiose Kleinanzeigen oder Internetangebote herein. Denn die vermeintlichen Schnäppchen sind nicht nur auf Kosten der Hunde erkauft, sondern auch äußerst kurzsichtig: Entgegen den Versprechungen der Händler sind die Welpen oft nicht geimpft oder sogar krank.

 

Zudem werden die Hunde meist viel zu früh vom Muttertier getrennt. Viele sind, auch durch die Strapazen der langen Transportfahrten, geschwächt und kaum überlebensfähig. Während verantwortungsbewusste Züchter junge Hunde frühestens nach der achten Woche vom Muttertier trennen, bleiben sie bei den illegalen Tierhändlern in der Regel nur zwei bis vier Wochen bei der Mutter. Die Folge: Massive Verhaltensprobleme der Tiere, zum Teil bis ins Erwachsenenalter.

 

Das offensichtlich lukrative Geschäft mit den jungen Hunden führt auch zu erheblichem Leid bei den Zuchthündinnen, die vielfach über Jahre hinweg als "Gebärmaschinen" missbraucht werden.

 

Jeder, der sich für ein Tier als Familienmitglied interessiert, sollte sich zuerst im örtlichen Tierheim beraten lassen. Hier warten viele Tiere auf ein neues Zuhause.

Proteste gegen Massentierhaltung vor Ort

Vor Europas größter Sauenanlage in Alt Tellin von Schweinezüchter Straathof ist am 19. September 2015 ein 6 Meter hohes rosafarbenes Protestkreuz errichtet worden.

Einweihung und Kundgebung mit live Musik -KRACH- Rock'n'Soul aus Greifswald


Spendenkonto:
BUND Landesverband MV
IBAN: DE36 1405 2000 0370033370
BIC: NOLADE21LWL
Kennwort „Alt Tellin“


Kreuz Aktion Künstler: Norbert Herfurth
Rettet das Landleben - Keine Tierfabriken mehr!
Es sprachen: Eckehard Niemann, Kerstin Lenz, Corinna Cwielag, Jörg Kröger, Fam. Hesse.

 

Keine Tierfabriken mehr!


Aufgerufen hatten: Bürgerinitiative „Rettet das Landleben“, Deutscher Tierschutzbund - Landesverband MV, BUND - Landesverband MV, Landesnetzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken", Netzwerk „Nachhaltige Landwirtschaft für MV“, Unternehmerverband MiLaN - Mit Lust an Natur, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft - Landesverband MV

 

 

Machen Sie eine BIO-Landpartie!

Am Samstag, den 19. September 2015 öffnen landesweit 56 Bio-Betriebe in Mecklenburg und Vorpommern ihre Höfe zur 8. BIO-Landpartie. In 11 Regionen des Landes können Sie an einem Tag auf einem oder mehreren Höfen erleben, wie Getreide, Gemüse oder Obst angebaut wird.
Zeit: 10:00 bis 17:00 Uhr

Eröffnung ist um 10 Uhr auf dem Alter Pfarrhof, Schulstr. 12, 18510 Elmenhorst
Programm vor Ort: Strohhüpfburg, Streichelwiese, Hofkäse-Schule-Käse zum Selbermachen, Oldtimer-Treckerfahren, Hofführungen, Verkauf hofeigener handwerklich hergestellter Produkte, Brötchen backen für Kinder, Bogenschießen, Pony reiten, Rundballen rollen, Kunsthandwerk, Lehmbau mit Kindern, Süßes und herzhaftes kulinarisches Angebot, BUND -Infostand

Mehr Infos:

Faltblatt-Titel, Faltblatt-Höfeliste

 

Folgende 56 Bio-Höfe und -Betriebe nehmen an der 8. BIO-Landpartie 2015 mit speziellen Aktionen und Angebote teil

Tierschutzkonzept für MV

Das Tierschutzkonzept für MV ist von Minister Backhaus am 3. August 2015 vorgestellt worden. Für die Tiere sind damit einige Verbesserungen auf den Weg gebracht worden. Ein großer Erfolg für uns ist das Geld für die Baumaßnahmen der Tierheime.


Unsere Erwartungen an das Konzept waren höher. Jetzt geht es darum, dass die inhaltliche Ausgestaltung in den verschiedenen Bereichen auch entsprechend ambitionierter ausfällt, um wirklich was zu bewegen.

Im Bereich Nutztierhaltung wird im Tierschutzkonzept unter anderem die Prüfung der bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren für den Neu- und Umbau von Außenklimaställen thematisiert. Kriterien sollen noch festgelegt werden. Wichtig wäre es, dass "Außenklimaställe" nicht nur Offenfrontställe beinhalten, sondern auch Ställe mit Auslauf/Weidegang. Die Genehmigungslage für Ställe mit Auslauf/Weide aus tierseuchenhygienischen Gesichtspunkten in MV ist problematisch. Her gibt es dringenden Handlungsbedarf.

 

Beitrag vom NDR

 

Für nachhaltige Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Am 25. Februar 2015 gab es eine landesweite Fachtagung zur Vorstellung vom Aktionsplan für eine nachhaltige Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Von uns gab es einen Vortrag zum Tierschutz in der industriellen Tierproduktion.

Programm zur Fach-Tagung am 25. Februar 2015 in Schwerin
2015-01-00-APnLW-Tagung-2015-Programm+An[...]
PDF-Dokument [481.0 KB]

Am 20. Januar 2015  ist auf der Landespressekonferenz in Schwerin ein Aktionsplan für eine nachhaltige Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt worden. Die unten aufgeführten Herausgeber, auch der Deutsche Tierschutzbund - Landesverband MV, haben sich dabei auf 7 gemeinsame Forderungen verständigt.

Hier der Wortlaut:

 

20.1.2015 – Greifswalder Forderungen

Für nachhaltige Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

1.Wir fordern eine grundsätzlich andere Agrarpolitik. Zukünftig ist zwischen Agrarindustrie und /Landwirtschaft zu unterscheiden. Die Förderung von Agrarindustrie ist schrittweise zu beenden. Dabei freiwerdende Mittel sind für die Förderung von Landwirtschaftsbetrieben einzusetzen.

2.Das Leitbild einer zukunftsfähigen Landwirtschaft ist für uns eine moderne, über Generationennachhaltige Wirtschaftsweise, die sich an geschlossenen Kreisläufen orientiert und von Kontinuität und Verantwortung geprägt ist, z.B. im selbst verantworteten Familienbetrieb.

3.Diese im ursprünglichen Sinne bäuerliche Landwirtschaft muss in Form einer multifunktionalen, ressourcenschonenden Landnutzung mit einer artgerechten, flächengebundenen Nutztierhaltung erfolgen, den dauerhaften Erhalt von Ökosystemdienstleistungen gewährleisten, eine agrarlandschaftstypische Biodiversität sicherstellen sowie langfristig ein angemessenes Einkommen
ermöglichen. Entsprechende Rahmenbedingungen sind zu schaffen.

4.Wir fordern ein Moratorium für den Verkauf in öffentlicher Hand befindlicher Flächen, insbesondere solcher der Landgesellschaft und der BVVG. Die Pachtverträge der öffentlichen Hand, der Landgesellschaft und der BVVG mit agrarindustriellen Betrieben dürfen nicht verlängert werden sofern Landwirtschaftsbetriebe als Pächter zur Verfügung stehen. Landwirtschaft/liche Neugründer sind zu bevorzugen.

5.Der Ökologische Landbau als nachhaltigste, ressourcenschonendste und umweltverträglichste Landbewirtschaftungsform bedarf insgesamt günstigerer Rahmenbedingungen. Es müssen verlässliche Anreize für die Umstellung auf ökologischen Landbau geschaffen werden.

6.Das von der mittlerweile fragwürdigenAnnahme weiterer Abwanderungausgehende Landesraumentwicklungsprogramm muss stattdessen zukünftig zielführende Strategien für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes als „Garten der Metropolen“ bieten.

7.Der Kurswechsel in der Agrarpolitik und der Agrarförderung bedarf eines ehrlichen Diskussions- und Beteiligungsprozesses mit allen Mitgliedern der demokratischen Gesellschaft in unserem Land. Eine Enquete-Kommission „Nachhaltige Landwirtschaft für Mecklenburg-Vorpommern“ soll dazu den Anfang bilden. Es müssen konkrete Ergebnisse erzielt und von Politik und Verwaltung umgesetzt werden.

Die sieben Forderungen sind abgeleitet aus den Beiträgen der mehr als 100 Seiten umfassende Broschüre. Hier der Link zum PDF: Für nachhaltige Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Sie kann auch ab sofort als Broschüre bei uns bestellt werden.

 

Tiere haben keinen Preis, sondern einen Wert!

In den letzten Jahrzehnten hat der Deutsche Tierschutzbund intensiv dafür gekämpft, dass sich die Rahmenbedingungen für alle Tiere in der deutschen Landwirtschaft spürbar verbessern. Seit Langem fordern wir unter anderem auch die Einführung einer gesetzlichen Tierschutzkennzeichnung, die verlässlich und transparent für mehr Tierschutz steht. Die Diskussion über eine solche Kennzeichnung, aber auch darüber, wie heute Tiere in der Landwirtschaft gehalten werden und gehalten werden dürfen, hat in den
letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Deshalb und weil der Gesetzgeber bisher nicht gehandelt hat, hat der Tierschutzbund sich dazu entschlossen, eine entsprechende Tierschutzkennzeichnung „Für Mehr Tierschutz“ einzuführen.

 

Wir sind überzeugt, dass es in Partnerschaft mit Landwirten und der Branche gelingen kann, jetzt und sofort erste Verbesserungen für die Tiere umzusetzen.

Die Standards, die für die Tiere einen wirklichen Mehrwert an Tierschutz gewährleisten, sollen es den Tieren in der Landwirtschaft ermöglichen, ihren artspezifischen Verhaltensweisen und den damit verbundenen Bedürfnissen an ihre Haltungsumgebung nachzukommen. Dies ist durch die gesetzlichen Vorgaben bislang bei Weitem nicht gewährleistet.

 

 

Die Entwicklung des Tierschutzlabels stand von Anfang an auf einem breiten wissenschaftlichen Fundament. Die ersten Grundlagen des Tierschutzlabels wurden an
der Universität Göttingen, in der Initiativgruppe „Tierschutzlabel“, erarbeitet. Mit der Übernahme der Trägerschaft für das Label durch den Deutschen Tierschutzbund im Juni 2011 nahm auch der Labelbeirat – bestehend unter anderem aus Vertretern der Wissenschaft, der Landwirtschaft, der Vermarkter, des Handels – seine begleitende
Tätigkeit auf. Der Beirat berät unter anderem zu den Label-Inhalten, Marketingmaßnahmen sowie zur Weiterentwicklung des Tierschutzlabels.


Der Deutsche Tierschutzbund steht dafür, jedes einzelne Tier um seiner selbst willen zu schützen. Solange jedoch die Gesellschaft die Zucht, die Haltung und den Tod von Tieren zu Ernährungszwecken als vernünftigen Grund akzeptiert, gilt es, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die Situation der Tiere zu verbessern.

 

Fleischverzicht bleibt der direkteste Weg zu mehr Tierschutz. Wir diskutieren in der Gesellschaft viel darüber, dass Fleisch zu teuer ist. Lassen Sie uns alles dafür tun, dass wir endlich darüber diskutieren, dass Fleisch heute zu billig ist. Und darüber, was wir gemeinsam tun können, um den Ansprüchen des Verbrauchers nach Transparenz gerecht zu werden. Denn: Tiere haben keinen Preis, sie haben einen Wert!

Warum bedarf es einer Einstiegsstufe?
Zur Verbesserung von Tierschutzstandards für eine große Zahl von Tieren ist ein breiter Marktzugang notwendig. Es muss gelingen, den Landwirt da abzuholen, wo er steht: Der Deutsche Tierschutzbund hält es deswegen für notwendig, sich neben dem Ziel des
Premiumstandards auch mit einem niedrigeren Einstiegsniveau einzubringen, das viele weitere Erzeuger, die Verbraucher und den Handel animiert mitzumachen. Es muss gelingen, alle mitzunehmen! Dabei müssen die Standards einer solchen Einstiegsstufe aber zu klaren Verbesserungen für die Tiere führen und somit deutlich über den gesetzlichen Mindestanforderungen angesiedelt sein. Mit diesem Schritt wird ein breiter Einstieg in Richtung mehr Tierschutz angestrebt, der langfristig weiter – zum Premiumstandard hin – ausgebaut wird. Die Forderungen des Verbandes nach den optimalen Tierschutzstandards und die Grundsatzkritik an Haltungsformen und gegebenenfalls auch Unternehmen bleiben davon unberührt, so wie auch der Appell an den Verbraucher, bewusster einzukaufen.

 

Auf Stroh schläft es sich besser als auf Spalten.

Stimmt das Preis / Leistungsverhätnis? Funktionieren die Kontrollen? Sollten die Verbesserungen für das einzelne Tier nicht viel größer sein?

 

Der Deutsche Tierschutzbund zieht trotz Zweifel von verschiedenen Seiten eine grundsätzlich positive Bilanz des Siegels. Das Label hat die politische Debatte über Veränderungen in der Tierhaltung intensiviert. Zudem ist es ja auch erst 18 Monate alt. Der eingeschlagenen Weg wird konsequent fortgesetzt, um jetzt und sofort erste Verbesserungen für die Tiere durchzusetzen.

Das Label soll für andere Nutztierarten erweitert werden.

 

Meldet Euch bei uns, falls ihr Ideen, Kritik oder Anmerkungen dazu habt!